Aus der Historie der Stadt Plauen



Im Foto: Die frühere Gedenktafel für den langjährigen Bürgermeister und ersten Oberbürgermeister Plauens, Oskar Theodor Kuntze. Die Tafel befand sich am Essigsteig im Stadtwald, wurde jedoch vor Jahren gestohlen. 

Hier den Stadtpark erkunden


Drachengrotte

Oberer Teich

Schillerdenkmal

Pechpfannen

Granitwassertrog

Fontäne im Teich

Kaiser-Wilhelm-Hain

Denkmal 134er

Historisches Kalenderblatt Plauen

Woche vom 1. Juni 2026 bis zum 7. Juni 2026

  •  1. Juni 1906 - Die Straßenbahn fährt zum ersten Mal auf der vom Friedhof I / Höhe Lessingstraße bis zum Preißelpöhl verlängerten Roten Linie. 
  • 2. Juni 1964 - Das Bezirksinstitut für Blutspende- und Transfusionswesen eröffnet an der Röntgenstraße die Plauener Blutspende-Zentrale. 
  • 3. Juni 1889 - Die Stadt Plauen weiht an der Reichenbacher Straße den König-Albert-Hain ein. Die Grünanlage trägt heute den Namen August-Bebel-Hain.
  • 4. Juni 1860 - Karl May beginnt eine Ausbildung am hiesigen Schul-Lehrer-Seminar. Er bleibt ein Jahr in Plauen. 
  • 5. Juni 1824 - Ein reisender Kurpfuscher verspricht in der Plauener Zeitung, während seines Aufenthaltes hier, auch Blinde heilen und Schwerhörige wieder zum Hören bringen zu können, sofern sie nicht durch Krankheit um ihr Gehör gebracht wurden. Zudem könne er Gewüchse operieren, Hasenscharten und Wolfsmäuler. Er nächtigt im Gasthaus zum Goldenen Löwen.
  • 6. Juni 1954 -  Die Erlöserkirche wird geweiht. Das Gotteshaus befand sich damals an der Ziegelstraße. Die Adresse lautet heute jedoch Straße der Deutschen Einheit 1. Die Ziegelstraße existiert an diesem Platz nicht mehr. 




Quelle: Peter Albrecht, Geschichtskalender für die Stadt Plauen, Selbstverlag, 2025

Das Rekordjahr 1912 - Plauens historischer Gipfel: Als die Spitzenstadt eine Großstadt war


Kaum vorstellbar, aber wahr: Rund 114 Jahre ist es her, dass Plauen vor Leben fast aus den Nähten platzte. Ende November 1912 zählte die Stadtverwaltung den absoluten Bevölkerungsrekord der Stadtgeschichte: 128.014 Einwohner.


Zum Vergleich: Heute leben mit rund 65.000 Einwohnern nur noch knapp halb so viele Menschen in der Vogtlandmetropole. Auch der Blick auf die Wiegen der Stadt zeigt den gewaltigen Wandel. Im "Superjahr" 1912 verzeichneten die Stadtväter stolze 3.433 Geburten – im Jahr 2011 waren es gerade einmal rund 500.


Das Wirtschaftswunder: Getragen von der Textilindustrie


Warum blühte die größte Stadt des Vogtlandes damals derartig auf? Die Antwort liegt in den Fabriken der Stadt. Plauen war ein weltweit exportierendes Kraftzentrum.

  • Gesamte Arbeitsplätze: 32.747 Menschen standen in Plauen in Lohn und Brot.
  • Die Textilindustrie: In 1.174 Betrieben verdienten 21.654 Männer und Frauen ihr Geld. Das bedeutet: Zwei Drittel aller Arbeitnehmer arbeiteten in der Textilbranche!
  • Der Maschinenbau: Die legendäre Vogtländische Maschinenbau AG (Vomag) war mit 3.560 Beschäftigten ein weiterer riesiger Arbeitgeber (Quelle: „Plauen im Wandel der Zeit“, Altmühltal-Verlag).



Eng, lebendig, voller Energie: Das Stadtbild von 1912


Wie sah das Leben in einer 128.000-Einwohner-Stadt aus? Ein Blick in die Viertel hilft uns heute, das Ausmaß zu erahnen. Die vielen Häuserzeilen der Hammertorvorstadt und die damals noch komplett stehende Bahnhofsvorstadt waren bis unters Dach vermietet.


Singles waren die absolute Ausnahme. In den rund 60.000 Haushalten des Jahres 1912 lebten große Familien oft auf engstem Raum zusammen. Heute ist das Wohnen deutlich großzügiger: Auf rund 65.000 Einwohner kommen heute rund 40.000 Wohnungen.

Bedeutende Bauten von damals prägen noch heute das Stadtbild

Vieles musste größer werden: Das neue Rathaus ist damals gebaut worden, das Stadtbad, die Sparkasse und die Feuerwache an der Neundorfer Straße, das große Kaufhaus Tietz (heute Landratsamt) am Postplatz, der Hauptfriedhof und so weiter. Diese Zeiten sind vorbei.

Fazit: Diese goldenen Zeiten des rasanten Wachstums sind längst Geschichte. Heute steht Plauen vor ganz anderen Herausforderungen: Statt des damaligen Aufbaus prägt heute der bewusste Rückbau und die Modernisierung des Vorhandenen die Vogtlandmetropole. 




Die Türmer der Stadt Plauen

Wie der Türmer vor Feuergefahr warnte 


Im Jahre 1913 verließ Bernhard Flach seinen Posten im Nordturm der Johanniskirche. Damit endete die Ära dieses Berufsstandes in Plauen, in der die Aufgaben des Türmers und die Abläufe genau geregelt waren.

Die Wohnung im Kirchturm

In dem der Innenstadt zugewandten Turm der Johanniskirche, etwa 50 Meter hoch, befand sich einst eine Wohnung. Die Kirchgemeinde nutzt sie heute gelegentlich für Veranstaltungen, ansonsten wird sie nicht mehr gebraucht. Bis 1913 lebten hier die Türmer. Was ihre Aufgaben waren und wie ihr Dienst organisiert wurde, lässt sich in Akten des Stadtarchivs sowie verschiedenen Publikationen nachlesen.

Türmer und Stadtpfeifer: Zwei verschiedene Aufgaben?

Oft wird angenommen, dass der Stadtpfeifer, also der Stadtmusikant, zugleich der Türmer war. Dies war jedoch nicht immer der Fall. Laut „Beiträge zur Geschichte der Stadt Plauen“ aus dem Jahr 1876 wohnte der Stadtpfeifer früher gewöhnlich auf dem Turm und übernahm den Türmerdienst. Dennoch zeigen Stadtkassenrechnungen von 1634-35 und eine Personalaufstellung von 1845, dass beide Aufgaben getrennt vergeben wurden. So gab es damals einen Türmer namens Rascher und einen Stadtmusikus namens Karl Mahler.

Weitere Wächter und ihre Aufgaben

Zusätzlich gab es in Plauen acht Nachtwächter und laut „Feuer-Geräts-Ordnung und Löschungs-Anstalten bei Schadenfeuern für die Chur-Fürstlich Sächsische Kreisstadt Plauen“ aus der Zeit um 1780 vier beständige Feuer-Wächter.

Gegenseitige Kontrolle der Wächter

Die Feuer-Wächter mussten nachts unter das Rathaus gehen und stündlich durch die Stadt patrouillieren – auf anderen Wegen als die Nachtwächter, um möglichst viele Straßen abzudecken. Sie gaben mit einer „Schnurre“ Zeichen ihrer Wachsamkeit. Der Türmer musste achtgeben, ob die Wächter ihre Runden machten und jede Stunde das Zeichen ertönte. Blieb das Zeichen aus, musste er dies morgens melden. Den Wächtern drohte als Strafe eine Woche Lohnentzug.
Umgekehrt sollten auch die Feuer-Wächter kontrollieren, ob der Türmer die Stunden korrekt schlug und mit dem Horn seine Wachsamkeit zeigte. Der Türmer musste jede Viertelstunde die Stadt in alle Richtungen beobachten und dies mit einem Hörnchen signalisieren. Bei Feuer musste er unverzüglich die kleine Betstunden-Glocke maximal eine Minute läuten und anschließend eine Viertelstunde lang mit der großen Glocke Sturm schlagen.

Signalgebung bei Feuer

Das Sturmschlagen mit der großen Glocke hatte eine zusätzliche Bedeutung: Vier Schläge hintereinander signalisierten Feuer in der oberen oder alten Stadt, drei Schläge in der Neustadt und zwei Schläge vor den Toren der Stadt. Nachts musste der Türmer eine Laterne und tagsüber eine Fahne in die Richtung des betroffenen Stadtteils hängen, wie die damalige Ordnung vorschrieb.
Laut einer Broschüre von Stefan Schädlich über die Glocken der Johanniskirche gab es ein Seil, das bis in die Wohnung des Türmers reichte, damit das Läuten schneller erfolgen konnte. Ein Führungsloch in einem Balken ist heute noch sichtbar und belegt dies.

Das Ende des Türmerberufs

Im Februar 1913 berichtete die lokale Presse, dass die Stelle des Stadttürmers nicht neu vergeben wird. Bernhard Flach trat Ende März in den Ruhestand. Angesichts neuer elektrischer Feuermeldeanlagen hielten die Mitglieder des Feuerlöschausschusses die Tätigkeit des Türmers für entbehrlich. Auch der Stadtrat stimmte der Einziehung des Türmers zu.

Erinnerungen und Ausblick

Im Treppenaufgang des Nordturms sind in Vitrinen Alltagsgegenstände aus der Türmerwohnung ausgestellt. Die Räume können im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Nach dem Aufstieg bietet sich ein beeindruckender Blick über Plauen.

Zugehörige Grafik über dem Text mit KI erstellt

Erfahren Sie mehr über die Bäckerhistorie Plauens 

Zwischen Backstube und Bauernhof

Früher war es für Bäckermeister üblich, nebenbei Landwirtschaft und Viehzucht zu betreiben. Das hatte Folgen für die Ausbildung: Lehrlinge mussten nicht nur backen lernen, sondern auch im Stall und auf dem Feld mit anpacken. Diese Doppelbelastung sorgte für Unmut. So ist aus dem Jahr 1843 überliefert, dass dem Bäcker Friedrich Wilhelm Eichhorn sein Lehrling mehrfach davonlief, weil dieser keine Lust auf die Stallarbeit hatte.


Harte Brötchen als Reisegeld

Wandergesellen, die nach Plauen kamen, erhielten früher kein Bargeld als Unterstützung, sondern altbackene Semmeln. Diese durften sie weiterverkaufen, um ihre Reisekasse aufzubessern. Davon profitierten beide Seiten: Die Meister wurden ihre Restbestände los und die arme Bevölkerung kam günstig an Brot. 1781 schob der Rat dieser Praxis jedoch einen Riegel vor und verbot die Gabe von harten Semmeln.


Der Wandel der Bäckerzahlen

Die Dichte an Backstuben hat sich über die Jahrhunderte stark verändert. 1806 versorgten 27 Backhäuser rund 6.000 Einwohner. Ein Jahrhundert später, im Jahr 1906, gab es bei einer Bevölkerung von 106.000 Menschen fast 200 Bäcker in der Stadt. 


Strenge Backzeiten und Markttage

Dass täglich frisches Brot gebacken wird, ist erst seit 1884 üblich. Zuvor gab es strikte Regeln: Im 17. Jahrhundert war das Backen beispielsweise nur am Montag, Mittwoch und Freitag erlaubt. An den übrigen Wochentagen ruhten die Öfen, bis auf eine einzige Ausnahme für den Notbedarf. Der Samstag war traditionell dem Rohstoffkauf vorbehalten; dann deckten sich die Meister auf dem Wochenmarkt mit Getreide ein.


Zentrale Verkaufsstelle: Das Bänkegässchen

Da nicht jeder Bäcker täglich produzierte, war es für die Bürger oft schwer zu wissen, wo es gerade frische Ware gab. Deshalb wurde im Bänkegässchen eine zentrale Verkaufsstelle mit sogenannten Brotbänken eingerichtet, die schon vor 1548 existierten. Überwacht wurde der dortige Handel vom „Brothüter“, einem offiziellen Aufseher, der vom Handwerk ernannt und vom Rat bestätigt wurde.


Spezialitäten und saisonale Verbote

Das Sortiment war früher streng an Anlässe gebunden. Im 18. Jahrhundert gab es „Leichensemmeln“ ausschließlich zu Beerdigungen. Der Verkauf von Semmelzeilen war den Jahrmärkten vorbehalten – wer sie außerhalb dieser Zeiten anbot, riskierte eine Strafe. Auch der beliebte Zöpfleinstollen (im Volksmund „Weihnachtstölla“) war ein reines Saisonprodukt: Er durfte nur im Zeitraum von zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach Weihnachten verkauft werden.


Vom Teig zum fertigen Brot

Lange Zeit war es üblich, dass Haushalte ihr Brot selbst vorbereiteten. Nach dem Getreidekauf auf dem Markt und dem Gang zur Mühle wurde der Teig zu Hause geknetet. Der Bäcker hatte lediglich die Aufgabe, die fertigen Laibe für die Familien abzubacken. Nur wer keinen eigenen Haushalt führte und alleinstehend war, kaufte sein Brot direkt fertig beim Bäcker.

Die Geschichte der Plauener Lokalzeitungen 

Von Peter Albrecht

Anfänge der Presse in Plauen und im Vogtland 

Am 12. März 1789 erschien die erste Ausgabe des „Intelligenz-Blattes der Kreisstadt Plauen im Voigtlande“. Diese Zeitung gilt als die erste Lokalzeitung, die regelmäßig über Neuigkeiten aus der Stadt und dem Umland berichtete. 
Allerdings existierten auch schon vor 1789 Blätter mit dem Namen „Zeitung“. Die älteste Zeitung des Vogtlandes befindet sich im Stadtarchiv. Sie stammt aus dem Jahr 1556 und trägt den Titel „Neue Zeitung einer wahrhaftigen, wunderbarlichen und unerhörten Geschicht“. Der Inhalt dieser mittelalterlichen Geschichte berichtet von einer Gruppe Adliger, die nach Sichtung einer schwarzen Wolke am Himmel am Abend der Marie Heimsuchung (2. Juli) eine christliche Erscheinung samt Engeln mit Posaunen und dem Teufel gesehen haben will. Das Ereignis wurde als Warnung interpretiert. 

Sensation und Kriminalität in frühen Zeitungen 

Neben religiösen Themen wurden in den Zeitungen oft auch Mord und Totschlag behandelt. Ein Beispiel aus einer Zeitung von 1581 beschreibt, wie ein Mühlknecht im Haus seines Meisters dessen Stieftochter geschwängert, die Ehefrau ermordet, weitere Morde begangen und schließlich das Haus angezündet haben soll. Das Ganze ereignete sich am Lichtmesstag in Schöneck. 
Die Monatsschrift „Gespräche eines curiösen Bauern mit dem durch die Welt reuthenden Kriegs- und Friedensboten von den Neuesten dieser Zeit“ gilt als das erste periodisch erschienene Druckerzeugnis aus Plauen und wurde von 1751 bis 1755 veröffentlicht. Die erste Zeitung im heutigen Sinne war aber das ab 1789 herausgebrachte Intelligenzblatt. 

Entwicklung und Verbreitung der Lokalzeitungen 

Das „Intelligenzblatt“ bestand über viele Jahre. Die Drucker Carl Gottlob und Carl Friedrich Haller veröffentlichten die vierseitige Zeitung im Format 12,5 mal 22 Zentimeter zunächst einmal pro Woche. Ihre Druckerei befand sich am Mühlberg. 1798 verkauften sie die Druckerei für 1800 Reichstaler an Christoph Carl Wieprecht, in dessen Familie sie blieb. Ab 1840 erschien das Blatt zwei Mal wöchentlich, ab 1848 drei Mal und ab 1866 schließlich täglich. Die Produktion erfolgte zunächst auf Holzpressen, ab 1845 auf einer Handpresse. 1853 führte Wieprecht die erste Schnellpresse ein und 1891 die erste Rotationsmaschine. Diese Entwicklungen sind in einem Faltblatt der Berufsgruppe des Buchdruckerhandwerks aus DDR-Zeiten dokumentiert, das im Stadtarchiv eingesehen werden kann. 

Wachstum der Leserschaft und Vielfalt der Titel 

Mit dem Bevölkerungswachstum stieg auch die Zahl der Zeitungsleser. Als Plauen 1904 mit 100.000 Einwohnern zur Großstadt wurde, zählte der „Vogtländische Anzeiger und Tageblatt“ etwa 30.000 Abonnenten. Die Leser hatten am Kiosk aber Auswahl: Neben dem „Plauener Sonntags-Anzeiger“ und der „Neuen Vogtländischen Zeitung“ erschien ab 1919 auch die sozialdemokratische „Volkszeitung“, die reichlich Lesestoff aus Stadt und Region bot. Mit dem Zweiten Weltkrieg endete die Zeit dieser Zeitungen; die letzte Ausgabe des „Vogtländischen Anzeigers und Tageblatts“ erschien am 10. April 1945. 

Nachkriegszeit und Veränderungen im Zeitungswesen 

Der Betrieb von Moritz Wieprecht wurde in Volkseigentum überführt und unter dem Namen „Sachsenverlag, Zweigwerk Plauen“ nahm das Unternehmen Ende August 1945 die Arbeit wieder auf. Es brachte die „Volkszeitung“ heraus und erhielt später den Namen Sachsendruck. Zeitweise wurde auch die „Freie Presse“ dort produziert. Die Gebäude an der Rädelstraße wurden vor 2009 abgerissen. 


Hätten Sie's gewusst?

Aus der Anfangszeit der Straßenbahn

Als die Straßenbahn im Jahre 1894 ihren Betrieb aufnahm, durften die Wagenführer in bestimmten Fällen auch zwischen den Haltestellen stoppen und Fahrgäste aufnehmen. Das stand in Paragraph 11 der polizeilichen Vorschriften für den Betrieb der Tram. Dort heißt es: "Die Wagenführer müssen an den durch den Stadtrath bestimmten Halteplätzen, die durch Tafeln als solche bezeichnet sind, halten. An anderen Stellen können sie halten, soweit solches mit der Durchführung des Fahrplanes ohne Anwendung außergewöhnlicher Fahrgeschwindigkeit vereinbar und nicht mit Gefahren für den allgemeinen Verkehr oder für die das Halten begehrenden Personen verbunden ist."

Straßennamen - Dobenaustraße

Die Dobenaustraße verläuft von der Lutherkirche aus zur ehemaligen mittelalterlichen Burganlage mit diesem Namen, unterhalb der Tennera, des Stadtparkteiches und nahe am Streitsberg. Daher hat sie ihren Namen. Neben dem kleinen Felsen an der Syra befand sich bis zur Zerstörung im Zweiten Weltkrieg das Dobenaugut. Unterhalb der 1905 eingeweihten heutigen Friedensbrücke standen vor dem Bau der Brücke mehrere Wohnhäuser, die zu dem Zweck abgerissen worden sind. Auch der Straßenverlauf in dem Bereich war bis zum Brückenbau ein anderer als heute. 
Quelle: Die Straßennamen der Stadt Plauen - Museumsreihe - Heft 36 - 1970, eigene Nachforschungen

Aussichtspunkt


Bismarcksäule auf dem Kemmler bei Plauen

Blick von der Aussichtsplattform der Biscmarcksäule auf dem Kemmlerberg auf Plauen

Großbauten


Das Warenhaus


Von Peter Albrecht


Der prunkvolle Bau öffnete am 28. Februar 1914 erstmals seine Türen. Den Besuchern gingen die Augen über. Denn das war schon etwas Neues für die Stadt - ein solcher Riesenbau mit einem solchen Angebot unter einem Dach. 
Konfektions- und Putzabteilung mit Arbeitsstuben und Anprobierzellen sowie einem großen Abänderungsraum (erste Etage), Lebensmittelabteilung, Leihbibliothek waren unter anderem zu finden. 

Vom Erdgeschoss aus gelangte man über eine prunkvolle Treppe bis ins dritten Stockwerk. Diese Treppe war ein Hingucker:
Drei Meter breit und in Eichenholz ausgeführt.
Der Lichthof war 20,85 Meter lang und 21,40 Meter hoch. Er bildete den Mittelpunkt der Hausanlage. Seine Pfeiler waren mit Marmor bekleidet, die vier Kronleuchter für je 6000 Kerzen aus Bronze geschmiedet. Ein bemaltes Oberlicht erfreute die Kunden des Hauses. Auch die Giebelfenster sind mit Kunst verziert gewesen. Vogtländische Künstler lieferten damals die Kartons für das Glasmosaik, also die künstlerischen Vorlagen für die Gestaltung. Darunter befand sich der Maler Paul Söllner (1877 bis 1947). Über dem Lichthof ging es aber immer noch weiter. 
Über der bemalten Staubdecke befand sich nochmal ein zwölf Meter hoher Raum mit dem eigentlichen Oberlicht, den Winden für die Kronleuchter und andere Technik. 
In der zweiten Etage beeindruckte der Teppichsaal mit seinen Wandflächen, Decken und Galerien, die mit Eichenholz verkleidet und mit Intarsien-Einlagen versehen waren. 
Der Erfrischungsraum im dritten Geschoß bildete einen Anziehungspunkt. Das über die gesamte Postplatzfront und mit vorgelagerter Terrasse für beste Aussicht ausgestattete Restaurant machte was her. Die Wandverkleidung war aus gesandeltem Tannenholz gefertigt. Zwei Temperabilder von Kunstmaler Pampel erfreuten die Gäste. 
Im Dachgeschoss werkelten Tischler, Tapezierer und Schildermaler. Dort befanden sich auch die Büros, die Telefonzentrale und die Warenannahme mit Lastenaufzug. An der Rückseite des Hauptdaches lockte noch eine Aussichtsplattform. 33 Meter über dem Postplatz hatte man von dort einen umfassenden Rundblick. 
Architekt war Emil Rösler aus Plauen. 


Chronik der Bauarbeiten:
Dezember 1911 – Beginn der Abrissarbeiten an Forststraße mit anschließender Ausschachtung bis 12 Meter tief unter die Straße.  
Ostern 1912  - Aufbau des Mauerwerks.
Spätherbst 1912 – Bauteil an Forststraße fertiggestellt. Ein Teil der Räume wird bereits zu Verkaufszwecken übergeben.
Anfang 1913 – Westphalisches Haus wird abgebrochen und gegen Ostern ebenfalls das alte Geschäftshaus der Firma Tietz am Postplatz – Baustart an dieser Stelle.
Einweihung des gesamten Gebäudes am 28. Februar 1914.
 
Zahlen und Fakten: 
Bebaute Fläche des Grundstücks: 3450 Quadratmeter
Nutzbare Flächen für Verkauf, Lager, Arbeits- und Erholungsräume: 17.500 Quadratmeter
Größte Höhe vom Kellerfußboden bis zum Dachfirst am Postplatz: 36,60 Meter
Hausfront an Forststraße: 80 Meter lang (aus rotweißem Main-Sandstein), 60 Meter Front am Postplatz aus gelblichem Pfälzer Sandstein mit bildnerischem Schmuck von Professor Ullrich (Dresden) 
20 Beleuchtungskörper aus Kupferbronze an der Postplatzfront mit einer Lichtfülle von 52.000 Kerzen

 
 
 


Zeitabschnitte

Von Peter Albrecht

Kreisfreie Stadt von 1907 bis 2008

Die sächsische Verwaltungsreform brachte es mit sich, dass Plauen am 1. August 2008 in den Vogtlandkreis (1996 entstanden) eingegliedert wurde. Den Status einer kreisfreien Stadt erhielt Plauen mit Wirkung vom 1. Januar 1907 zusammen mit Zwickau. Der Grund dafür war die gestiegene Wirtschaftskraft, die auf über 105.000 gewachsene Zahl der Einwohner und die damit verbundene Möglichkeit der Einflussnahme im Kreis. Zwickau war damals mit zirka 70.000 Einwohnern kleiner als Plauen, verlor 2008 aber ebenso die Kreisfreiheit.
Das Vogtland war Anfang des 20. Jahrhunderts in die drei Amtshauptmannschaften Plauen, Oelsnitz und Auerbach aufgeteilt. Amtshauptmannschaften waren so etwas wie die heutigen Landkreise. In diesen drei Bezirken sind Bezirksversammlungen einberufen worden, die über wichtige Fragen der Entwicklung wie die Bautätigkeit entschieden haben. Wie viele Vertreter jede Gemeinde in die Versammlung entsenden konnte, das richtete sich nach deren Einwohnerzahl und wirtschaftlicher Kraft. Je größer die Kommune wurde, desto mehr Einfluss hatte sie auf die Entscheidungen für den gesamten Kreis. 
Die Plauener haben das bei ihrem Kampf um Selbstständigkeit ausgenutzt. Als am 5. Februar 1906 im Landtag in Dresden über die Frage des Ausscheidens aus dem Bezirksverband diskutiert wurde, brachte der Abgeordnete Oskar Heinrich Günther aus Plauen das Argument vor. Noch sei die Mehrheit in der Versammlung nicht ausgenutzt worden, drohte er. „Aber, meine Herren, wer kann irgend welche Garantien übernehmen, dass sich nicht etwa eine antipathische Stimmung in der Stadtvertretung oder in der Bürgerschaft entwickelt, die sich gegenüber dem Bezirksverband geltend machen möchte“, sagte der Kaufmann weiter. 
Im Bezirk ist zum Beispiel über den Straßen- und Wegebau, über Gewerbezulassungen und anderes entschieden worden. Der Bürgermeister musste Baugenehmigungen beim Amtshauptmann zur Prüfung einreichen. Man fühlte sich daher gegängelt im Plauener Rathaus und wollte sich aus der Umklammerung befreien. Das ist gelungen. Am 5. Februar 1906 hat die erste Kammer und am 1. März 1906 die zweite Kammer des Landtages der Petition der Vogtlandstadt zugestimmt. Am 30. April hat daraufhin der sächsische König Friedrich August das Gesetz zum Ausscheiden aus dem Bezirksverband erlassen. Außer Plauen ist im Laufe des vorigen Jahrhunderts in der Region nur noch Reichenbach kreisfrei gewesen, und zwar von 1924 bis 1947. Plauen hat mittlerweile etwa halb so viele Einwohner wie im Jahr 1912. Da waren es über 128.000.



Service - Wo standen die alten Plauener Stadttore?

Markstraße in Plauen

Neundorfer Tor

1837 abgetragen - Neundorfer Straße / Ecke Marktstraße

Straßberger Straße in Plauen

Straßberger Tor

1837 abgetragen - Straßberger Straße / Ecke Mühlberg

Alte Elsterbrücke in Plauen

Brückentor

1817 abgetragen - Alte Elsterbrücke

Hammerstraße in Plauen mit Blick zur Johanniskirche

Hammertor

1843 abgetragen - Hammerstraße unterhalb des Schlosses

Syrastraße in Plauen

Syrauer Tor

1834 nach der Flut der Syra abgetragen -  Syrastraße unterhalb des Parkhauses

Plauener Original - Der Blumenaugust

Skulptur Blumenaugust an der Straßberger Straße in Plauen

Blumenaugust

 

Zu den unverwechselbaren Stadtfiguren des alten Plauen gehört neben der Neideiteln (einer erfundenen Figur) auch Johann Wagler, besser bekannt als der Blumen-August. Der hat wirklich gelebt. Um 1912 herum war er aus dem Stadtbild kaum wegzudenken – ein freundlicher alter Mann mit einem abenteuerlichen Hut, geschmückt mit Federn und Bildern, und einem stark beanspruchten Blumenkorb auf dem Rücken. 

Wagler hatte ein bewegtes Leben hinter sich: Bevor er auf die Straße ging, um Blumen und Ansichtskarten für die Gärtnerei Westphal zu verkaufen, arbeitete er in Apotheken, Gerbereien und war viel auf Wanderschaft. Erst mit rund 50 Jahren fand er seine Berufung als farbenfroher Blumenverkäufer – und wurde bald zur lokalen Legende. Bei Passanten wie auch Gästen in Gaststätten war er wegen seiner „originellen Aufmachung und seines wunderlichen Wesens“ beliebt, wie es in der Tagespresse hieß.

Doch der Lebensabend war nicht leicht und wurde überschattet von einem dramatischen Ereignis: In der Nacht vom 8. auf den 9. Februar 1912 wollte er – damals 76 Jahre alt – ein Weinlokal betreten, um dort seine Ware anzubieten. Beim Eintreten in das Lokal fiel ihn ein großer Hund an und verletzte ihn schwer im Gesicht. Die Zeitungen berichteten von dem Vorfall und seinem Transport ins Krankenhaus. Es war nicht sein erstes Pech: Kurz zuvor war er schon von einem Wagen angefahren worden. Die Verletzungen stellten sich bald als weniger schwer heraus als befürchtet – Blumen-August erholte sich „den Verhältnissen entsprechend leidlich“, so wurde weiter berichtet. 

Ein Jahr später aber war seine Kraft am Ende. Wegen Altersschwäche kam er 1913 in die Pflegeanstalt Kauschwitz – finanziert vom Armenamt. Dort starb er am 10. November 1918. 

Vergessen wurde er nie: An der Straßberger Straße erinnert heute eine Bronzefigur des Künstlers Hannes Schulze an den Blumen-August – gestiftet von einem ehemaligen Plauener, der ihn ebenfalls nicht vergessen konnte. 

Plauener Stadtbild

Die Begradigung der Weißen Elster


Von Peter Albrecht

Es hat fünf Jahre gedauert, bis die umfangreichen Arbeiten nahe der Innenstadt abgeschlossen werden konnten: Von 1897 bis 1902. Grund für die Maßnahme waren die Überflutungen. „Die wiederholt aufgetretenen Überflutungen der in den Elsterauen gelegenen Stadtteile durch die Hochwässer der Weißen Elster“, schreibt die Stadtverwaltung im städtischen Verwaltungsbericht dazu. Die Begradigung sollte weitere Schäden verhindern. Sie brachte aber auch weiteren Nutzen.
In der im Rathaus erstellten Bilanz heißt es dazu: „Die Berichtigung hat rund 350.000 Quadratmeter Bauland erschlossen“. Dieser Grund und Boden war vorher wertlos, weil ständig den Überschwemmungen ausgesetzt. Kurz nach der Begradigung des Flusses konnten die Grundstücke zu Preisen von 20 bis 30 Mark pro Quadratmeter veräußert werden. Von einem durchschnittlichen Zeitwert von 15 Mark ausgegangen, ergab sich durch das Projekt ein geschaffener Wert von über fünf Millionen Mark. In Euro wäre das heute ein Vielfaches dieser Summe – also ein nicht zu verachtender Betrag. Die Kosten beliefen sich damals auf etwas über eine Million Mark.

Neue Brücken nötig

Ein neues Flussbett macht neue Bauwerke zu dessen Überquerung nötig. Eine hölzerne Brücke gegenüber dem Unteren Bahnhof gehört ebenso zu dieser Aufstellung im Verwaltungsbericht wie die gewölbte Brücke im Zuge der Böhlerstraße. Die vorher dort befindliche frühere Gösselbrücke ist beseitigt worden. Der schwarze Steg weiter vorn musste verlängert werden. 
Die Elster ist vor den Veränderungen in unmittelbarer Nähe des Weisbachschen Hauses (heute Fabrik der Fäden) vorbei geflossen - durch den heutigen Weisbachschen Garten. In diesem Garten ist der alte Flusslauf nachgestellt. 

Aus dem Mittelalter

Lebendig begraben

Als die Hussiten im Jahre 1430 in Plauen eingefallen sind, kam es zu besonders grausamen Verbrechen. Etwa 900 Menschen wurden getötet, die Stadt samt der Kirche zerstört. In einem Artikel des Vogtländischen Anzeigers und Tageblatts von 1915 werden einige Einzelheiten geschildert. Danach haben die Eroberer acht von zwölf hiesigen Ordensbrüdern sowie vier Brüder des Prediger Ordens lebendig begraben. Woher diese Behauptung kommt, ist allerdings nicht zu erfahren. Der vom Anzeiger abgedruckte Text ist eine historische Abhandlung über Plauen. Als Verfasser der Schrift von 1815 wird Friedrich August Gottlob Schumann angegeben, der Vater des Komponisten Robert Schumann. Er betrieb in Zwickau eine Verlagsbuchhandlung. 

Roter Turm auf dem Schlossberg Plauen

Über mich

Ich arbeite seit 1997 als Freier Mitarbeiter für die Freie Presse Plauen. Zu meinen ersten Beiträgen gehörte eine Artikelserie über die Geschichte der Plauener Kinos. Es folgte eine Serie über die Geschichte des Plauener Theaters. Anlass war das 100-Jährige des Musentempels im Jahr 1998. Zahlreiche historische Beiträge kamen in den Jahren dazu. An vielen Stadtteilbegehungen und Einwohnerversammlungen der Stadtverwaltung habe ich teilgenommen und für die FP darüber berichtet. Ich habe fast 20 Jahre aus den Ortsteilen mit Ortschaftsräten berichtet. Die größte Freude haben mir mehrere Wander-Serien bereitet, die jeweils in den Frühlings-, Sommer- und Herbstmonaten wöchentlich veröffentlicht worden sind. Dazu konnte ich jeweils auch die Fotos liefern. Das Wandern ist erst im Laufe der Jahre zu meinem Hobby geworden. Ich möchte den Nutzer dieser Seite mit meiner Begeisterung für die Bewegung in der Natur und die Historie der Stadt anstecken. 
Im Bereich Regionalgeschichte habe ich im Jahre 2020 zusammen mit Dr. Andreas Krone für dessen Geschichtsmagazin Historikus einen größeren Text zum Thema Sowjetische Garnison in Plauen erstellt und auch viele Fotos dafür geliefert. Ehrenamtlich konnte ich mich 2021 an der Publikation "Plauen 900" im Sandstein Verlag mit mehreren Beiträgen beteiligen. Für die Mitteilungen des Vereins für vogtländische Geschichte, Volks- und Landeskunde durfte ich 2023 ebenfalls ehrenamtlich einen größeren Beitrag zur Geschichte der Plauener Grünanlagen veröffentlichen und hierfür ebenfalls viele Fotos liefern. Hinzu kommt die Beteiligung am Lektorat für die Schrift "Wandern in der Vogtländischen Schweiz", die der Arbeitskreis Vogtländische Schweiz 2014 herausgegeben hat. Ein Foto aus meinem Archiv von der zweiten Demonstration in Plauen am 14. Oktober 1989 befindet sich in der Chronik "Im Wandel der Zeit" aus dem Altmühltal-Verlag 1998. 

Alte Geschichten

 

Die Herrenrunde von der Liebigstraße 

Aus dem Jahre 1909

Von Peter Albrecht

 

Wenn Sie meinen, dass das Viertel an der Liebigstraße im Jahre 1909 ein verschlafenes Plätzchen war, dann kennen Sie diese Geschichte noch nicht. Was damals geschah, wäre der perfekte Stoff für eine Komödie: Heimlicher Schnaps-Ausschank, aufgebrachte Ehefrauen, Spitzel-Posten und ein Prozess, der für den „Wirt“ teurer wurde, als er je gedacht hätte. 

 

Alles begann mit zwei anonymen Briefen, die bei der Polizei landeten. Absender: „Die notleidenden Frauen der Liebig- und Reichenbacherstraße“. Ihr Vorwurf: Materialwarenhändler Franz Bernhard Roth schenkt in seinem Laden unerlaubt Alkohol aus – Bier und Schnaps, bezahlt aus dem Haushaltsgeld der Familien. Die Damen hatten endgültig genug und beschlossen, sich gemeinsam zu wehren. 

 

Die Polizei nahm die Hinweise ernst und wollte Roth mit einem Strafgeld von 40 Mark belegen – heute umgerechnet etwa 230 Euro. Doch Roth sah die Sache gelassen: Er habe nichts Unrechtes getan, meinte er. Schließlich hätten sich die Herren doch nur auf ein Gläschen getroffen. Ihre Frauen hatten sie daheim gelassen – das Haushaltsgeld allerdings nicht. 

 

Doch der Materialwarenhändler hatte keine Lizenz für den Ausschank von Alkohol zum sofortigen Verzehr. Ein klarer Rechtsverstoß, fanden die Beamten. Die Männer versuchten, die Polizei auszutricksen: Überall im Viertel postierten sie „Wachposten“, die vor nahenden Kontrollen warnen sollten. Das beeindruckte den Richter später wenig – im Gegenteil: Er zeigte sich im Prozess empört über diese „eigentümlichen Verhältnisse“. 

 

Im Gerichtssaal lief es für Roth nicht besser. Obwohl er 13 Zeugen aufbot, die angeblich nichts getrunken hatten oder sich an nichts erinnern konnten, reichten die Aussagen eines ehrlichen Gastes, einer belastenden Ehefrau und zweier Polizisten aus. Das Urteil: 85 Mark Strafe oder 15 Tage Haft – eine empfindliche Summe für die damalige Zeit, heute rund 500 Euro. 

 

Und so endete der Versuch der Herrenrunde, den Durst im Materialwarenladen still und heimlich zu löschen. Die Frauen hatten gesiegt – und das Viertel um eine Geschichte reicher, die auch heute noch zum Schmunzeln einlädt.

 Illustration: Erstellt mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (ChatGPT/DALL·E, OpenAI, 2025)